Aus Presbyterium und Gemeindeleben

In Zukunft werden immer weniger Pfarrerinnen und Pfarrer eingesetzt werden können, daran müssen wir uns gewöhnen. Das eröffnet aber auch die Chance darüber nachzudenken, wie die Gemeinde zukünftig aussehen soll, welche Aufgaben unverzichtbar sind und ob alle diese Arbeiten von Pfarrern geleistet werden müssen. Als Ehrenfeld vor einigen Jahren noch vier Pfarrer hatte, versickerte viel Arbeitszeit in ineffizienten Strukturen.

metzner_joachim_02.jpgEs zeichnet sich ab, dass die Zahl der evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis drastisch reduziert wird. Ehrenfeld soll mit der Gemeinde Bickendorf, zu der auch Ossendorf, Bocklemünd und Vogelsang gehören, zu einer Gemeinde werden. Drei Pfarrstellen soll die neue Gemeinde haben.

Im November werden sich einige Mitglieder beider Presbyterien erstmals treffen, um den Prozess des Zusammenwachsens in Gang zu bringen. Es wird sicherlich noch viel Zeit vergehen und so manche Sitzung erforderlich sein, bis alle Fragen des Zusammenkommens geklärt sind. Das wird für das Jahr 2030 angestrebt –wir sind also rechtzeitig dran. Und ganz von vorn fangen wir auch nicht an, denn Pfarrerin Uta Walger arbeitet ja bereits gemeindeübergreifend: zu 75% in Bickendorf und zu 25% in Ehrenfeld.

Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auf, dass mein Text ganz gut zum Thema des Gemeindebriefs passt: Die Fusion mit der Gemeinde Bickendorf ist ja auch ein Art »Wiedervereinigung«, denn bis 1964 war Bickendorf Teil der Gemeinde Ehrenfeld.
Joachim Metzner