Aus dem Presbyterium und Gemeindeleben

Ein Kommentar

Vom 19. bis 21. August trafen sich erstmals die Presbyterien der Gemeinden Ehrenfeld und Bickendorf zu einem gemeinsamen Arbeits-Wochenende in Überdorf. Hier hatten wir Presbyterinnen und Presbyter viele Gelegenheiten, uns gut kennen zu lernen und arbeiteten - meist in gemischten Gruppen - sehr konstruktiv zusammen. Die Moderatorin Frau Hepner-Ramm begleitete die nächsten Schritte unserer Kooperation.

Zunächst widmeten wir uns Sonnen- und Schattenseiten einer möglichen Zusammenlegung und gaben den Chancen und Bedenken in Gesprächen Raum. Weiter ging es mit der Konkretisierung einer gemeinsamen Zukunft. Wir trugen Aspekte zu folgenden Fragen zusammen:
Zukunftswerkstatt - wie könnte das Gemeindeleben in der neuen Gemeinde aussehen?
Meilensteine und Zeitplan für eine mögliche Zusammenlegung
Krisenstab - Hilfestellung im Umgang mit im Prozess auftretenden Konflikten

Die Ergebnisse sind ermutigend; hier Slogans der Gruppen: Vielfaltsgemeinde leben - Skepsis wird zu Tatkraft, wir freuen uns drauf - Wir mögen uns und wir wollen uns! Für eine starke Gemeinschaft - Mut zum Konflikt.
Verabredungen für die Weiterarbeit: Ziel wird die Vorbereitung einer Fusion unserer Gemeinden sein, da wir erlebt haben, dass dafür eine vertrauensvolle Kooperationsbasis besteht. Die Mitglieder der mit der Planung betrauten Steuerungsgruppe werden neu von den Presbyterien gewählt. Die Steuerungsgruppe bereitet einen Beschluss zur Fusion vor.

Je ein Presbyteriumsmitglied besucht als Gast die Sitzungen des Presbyteriums der Partnergemeinde. Es gibt viele Gelegenheiten zum weiteren Kennenlernen: Kanzeltausch der Pfarrer*innen, gemeinsames Kindermusical, Kooperationen in den Ausschüssen, Kirchentouren in Ehrenfeld und Bickendorf für Presbyteriumsmitglieder, das Angebot jeweils einer Seite im Gemeindebrief für die Partnergemeinde. Wir verabschiedeten uns mit der Zuversicht, auf dem spannenden gemeinsamen Weg ein Stück weiter gekommen zu sein und damit auch dem Ziel näher, dass es auch bei sinkenden Mitgliederzahlen und geringeren finanziellen Mitteln in Zukunft eine lebendige Gemeinde geben wird.

Angelika Hoffzimmer, Presbyterin